Die Emanzipationslüge – Plädoyer für mehr Ich

philosophia perennis

Ein Gastbeitrag von Frank Jordan

Weniger Emanzipation, mehr Ich. Was wie ein Widerspruch klingt, ist in Wahrheit nur eine Verschiebung. Allerdings eine gigantische. Wer heute noch an Emanzipation als Befreiung aus der eng geschnürten Korsage von Unmündigkeit, Traditionen, veralteten Wertvorstellungen und gesellschaftlichen Normen glaubt, der sitzt einer doppelten Lüge auf. Es ist Selbstbetrug auf der einen, Verführung auf der anderen Seite. Oder anders gesagt: Emanzipation ist in Wahrheit nur noch gefühlsduselige und „raumgreifende Ich-Versautheit“ (Michael Krogerus, „Das Magazin“), Freiheit bloß ein schönes Wort für den willen-, visions- und verantwortungslosen Spießrutenlauf kostenlosen Mehrwollens. Das Erwachsenenleben eine 60 Jahre dauernde Verleugnungsphase.

Höre hier bitte auf zu lesen, wer weiterhin an Emanzipation als Weg zu mehr Freiheit glauben und seine Befindlichkeiten und Bedürfnisse – auch bekannt als „Recht auf“ oder „Mangel“ –  vor sich herschieben will wie ein Bankräuber seine Geisel.

Denn genau das, nichts anderes ist es, was heute Emanzipation und Freiheit genannt wird: Geiselhaft. Nein…

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