Zur Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen — Danisch.de

Eine interessante Leserzuschrift. Ich hatte doch gerade zur Zuschrift dieses Mediziners geschrieben, dass mich das Argument, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit schon vor den staatlich verordneten Schutzmaßnahmen zurückgegangen sei, nicht überzeugt, weil darin ein rhetorischer und zeitlicher Fehler liegt. Ich muss da gerade an die alte Anekdote der Bundeswehrdienstvorschrift denken, dass der Soldat ab einem Wasserstand von…

via Zur Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen — Danisch.de

Was meint Ihr? Wie lange hätten die freiwilligen Maßnahmen ohne staatliche Anordnung gehalten?

Entlarvender Satz am Ende des Artikels von Danisch. Die freiwilligen Massnahmen haetten genauso lange angehalten, wie in den ganz ganz wenigen Staaten, die keinen Lockdown gemacht haben, naemlich: Bis heute.

An anderer Stelle merkte ich die letzten Tage an, dass in jedem von uns so ein kleiner Nordkoreaner steckt. Es wird immer Leute geben, die anderen gerne vorschreiben wollen, wie sie zu leben – oder dahin zu vegetieren – haben. Und es gibt sehr viele Menschen, die ohne klare Vorschriften nicht existieren koennen. Derzeit gibt es sehr viele Opfer des Stockholm-Syndroms. Danisch scheint sich auch dahin zu entwickeln.

Der verpflichtende Lockdown fand 2 Wochen (in manchen Laendern auch spaeter) nachdem die grosse Mehrheit schon eigene Hygienemassnahmen ergriffen hat statt. Die meisten blieben auch den Grossveranstaltungen fern. Diese individuell ergriffenen Massnahmen (aus Hysterie oder weiser Voraussicht) wirkten so stark, dass die Infektionsrate drastisch zurueck ging. Um die Wirksamkeit des Lockdown zu beziffern, muesste also nochmals eine drastische Reduzierung 2 Wochen nach dem Lockdown-Termin stattgefunden haben. War aber nicht. QED.

6 thoughts on “Zur Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen — Danisch.de

  1. Joah, da merkt man halt die Konsequenzen, wenn man Sozialwissenschaften komplett ableht: Es liegt da nach sämtlicher Motivationsforschung nämlich nicht nur der Danisch falsch, sondern Du auch – hab das Danisch gemailt, schaumamal, ob er es publiziert:

    Der überwiegende Teil der Erkenntnisse der Psychologie sagt: Die Leute hätten sich ohne Vorschriften *länger* an die Maßnahmen gehalten.

    Grund: Intrinsische Motivation ist ein starker Treiber, extrinsische Motivation ist instabil _und_ zerstört intrinsische Motivation (seit den 70ern eher unbestritten). Spezifisch nennt man das Reaktanz – “der Reiz des Verbotenen” – aus den 60ern. Das ist allerdings nicht zwingend, die Reaktion auf Vorschriften kann auch Überkonformität sein – man denke an die aufblühende Begeisterung für Denunziation. De facto siehst Du aber sich weiterhin “vernünftig” verhaltende Menschen in Ländern ohne große Vorschriften (Schweden, Japan), und Massenproteste wie auch Strandparties in den Ländern mit strengen Vorschriften.

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    1. typisch opportunistisches Palaver. Was Sie als vernünfig bezeichnen, nenne ich dumm, feige oder höflich opportunistisch. Ein Schwindel ist ein Schwindel ist ein Schwindel. LOL Intrinsisch, extrinsisch. Palaverwissenschaft. QED.

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  2. Danisch lief doch schon am Anfang (wo es noch nicht seinen Eingang in einer Verordnung gefunden hatte) mit Deppenmaske (und ich glaube sogar mit Handschuhen) rum. Der hat auch ein fundamentales Zahlenvertändnisproblem, anders kann man es nicht ausdrücken. Was gibt es am Reproduktionsfaktor nicht zu verstehen? Was gibt es nicht zu verstehen, dass da kaum Betten belegt waren und sind. Das da niemals (Auch bei Infiziertenzahlen Faktor 10 oder mehr) kein Mangel an Betten gegeben hätte. Dass die Mortalitätsrate gering ist und eben nur auf Personen mit massiven Vorerkrankungen zutrifft. Und dass die meisten Leute ihr Eigenrisiko durchaus gut einschätzen können (Idioten gibt es überall). Da war nie ein Problem und da wird auch nie ein Problem sein. Aber erklär das mal solchen Typen wie einem Söder, dessen Alte am Hygieneschutz mitverdient.

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  3. „ Im Februar habe ich schon verstärkt auf Hygiene und systematisches Händewaschen sowie das vermeiden der Berührung von Haltestangen in der U-Bahn usw. angefangen. Und ab 3.3. habe ich mich ins Einzelbüro oder ins Home-Office zurückgezogen. Also fast zwei Monate vor den offiziellen Maßnahmen war ich selbst schon im Krisenmodus, und ich weiß, dass ich da zwar bei den Ersten war, aber überhaupt nicht der Einzige. Die Klopapierkriege haben auch Anfang März angefangen.“ Alter schwätzt der ein Scheiss zusammen. Am 25.02. war hier Halli—Galli Fasching angesagt und auch danach gab es noch genügend Veranstaltungen. Vor dem Lock—Down gab es noch Kommunalwahlen. Der wahre Grund dürfte darin liegen, dass sich das Virus nicht so einfach überträgt wie man uns weissmachen will und weil die Infektion asymptomatisch bei den Meisten verläuft.

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    1. Und die Klopapierkriege fanden kurz vor dem Lock—Down statt und dann war es rappelvoll in den Supermärkten und den Baumärkten. Da hätten sich die Leute ja richtig anstecken müssen. Und ich habe auch nichts von übermäßig erkrankten Verkäufern o.ä. gehört.

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