„Der Erlkönig“ 2021

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

von altmod *)

Es ist eine gruslige Geschichte, dieses Gedicht vom Erlkönig.
Lebte Goethe in unseren Tagen, er hätte sie anders schreiben müssen. Der Vater reitet nicht, er hat kein Pferd, sondern ein Auto. Der Knabe sitzt sicher im TÜV-geprüften Kindersitz oder gut angeschnallt; nichts von „im Arm und warm“ halten.

„Der Erlkönig 2021“ mutet eigentlich ebenfalls gruslig an, er ist so eklig grün von Gesicht und flüstert und zwitschert heute über den „Äther“ oder das Netz Verführerisches ins Ohr.
Der „Erlkönig“ war möglicherweise auch damals schon eine Päderasten-Parabel: „Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan!“ – und läßt so natürlich an eine Kinder-Verführer-Szene und derart Leute denken.

Der „Erlkönig“ als Ausdruck von Angst- und Fieberträumen und als Widerspiegelung der Krankheit des Knaben, die ihn am Schluss der Ballade tötet.

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